Mit Beacons die lokalen Einkaufsstraßen fördern

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(Einreichung: CCA Young Lions – Cyber)

DIE AUFGABE

Die lokalen Wiener Einkaufsstraßen sollen durch eine Social Media Kampagne wiederbelebt werden, denn durch den florierenden Onlinehandel shoppen immer mehr Menschen im Web statt die Geschäfte um die Ecke zu besuchen. Das komplette Briefing ist hier zu sehen. Hier unser Beitrag zu den Young Lions 2016:

DIE IDEE

Priorisierung der Kampagnen- bzw. Unternehmensziele:

  1. Verkaufsförderung von Vereinsmitgliedern der Wiener Einkaufsstraßen
  2. Differenzierung vom Mitbewerb durch Schaffung von lokalen Erlebnissen
  3. Fangewinnung, Kundenbindung und Interaktion auf Facebook durch relevante Inhalte

Idee zur Erreichung der Ziele:

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Initialer Facebook-Post zur Bewerbung der App und der Aktionen.

Um die Menschen in die lokalen Geschäfte zu locken, müssen diese auch einen besonderen Anreiz bieten. Dabei braucht es manchmal gar nicht mehr, als eine simple, nette Aufforderung einzutreten oder eine Einladung auf ein Glas Sekt, wenn ein Passant am Geschäft vorbeiläuft. Noch besser funktionieren natürlich monetäre Anreize wie Gutscheine und Rabatte. Aber auch exklusive Einladungen zu Shoperöffnungen und anderen Events und Aktionen in den Shops können einen Anreiz bieten, öfter in den lokalen Wiener Geschäften einzukaufen statt online zu shoppen. Durch Botschaften, spielerische Aktionen und Einladungen in und um lokale Geschäfte in den Wiener Einkaufsstraßen sollen die WienerInnen motiviert werden in ihrer Nähe einzukaufen. Diese Botschaften werden mittels iBeacons und einer zugehörigen App direkt auf die Smartphones der Passanten und Shopbesucher geschickt. Durch die unvorhergesehenen Push-Benachrichtigungen auf das Smartphone werden die User positiv überrascht und ihnen wird ein Erlebnis vor Ort geboten. Beworben wird die Aktion via Facebook, um die Nutzer aus dem Web ins reale Leben und in die Wiener Geschäfte zu holen. Die Ansprache der User auf Facebook: „App downloaden, in den Wiener Einkaufsstraßen shoppen und Vorteile genießen.“

DIE LÖSUNG

Die Technologie:

Um die On- und die Offlinewelt miteinander zu verknüpfen und die WienerInnen von den Onlineshops in die lokalen Wiener Einkaufsstraßen zu locken, werden iBeacons zur lokal gebundenen Kommunikation via Smartphone eingesetzt. Bei Beacons handelt es sich um kleine batteriebetriebene Miniatursender, die permanent ein bestimmtes Signal aussenden. Die Reichweite reicht dabei von wenigen Zentimetern bis hin zu etwa 100 Metern Ein Beacon wird in einem Geschäft angebracht und über diesen können dann potenzielle Kunden via Push-Nachricht angesprochen werden, sofern sie sich in der Nähe aufhalten und die App installiert haben. Um diese Push-Benachrichtigungen per Smartphone zu erhalten, muss der User die App installiert haben und sich in der Nähe eines iBeacons befinden. Dann erhält er automatisch die Anzeige zur Shoperöffnung oder anderen Aktionen wie Schlussverkäufe, Gewinnspiele etc. Die einzelnen Aktionen finden immer nur in einem bestimmten Zeitraum statt. Anschließend können die iBeacons umplatziert und neu programmiert werden. Benachrichtigung_Einladung Benachrichtigung_Rabatt-2 Benachrichtigung_Sektempfang

Die Plattform:

Zur Bewerbung der iBeacons bzw. der einzelnen Aktionen wird die Plattform Facebook aufgrund der bestehenden Fanbases sowie die detailreichen Targetingmöglichkeiten genutzt. Dabei werden sowohl die Facebookseite der Wiener Einkaufsstraßen sowie die Facebookseiten der einzelnen Shops genutzt, um die Aktionen möglichst breitflächig in den relevanten Zielgruppen zu streuen.

1Post_Stylingberatung 1Post_Shoperoeffnung 1Post_Rabatte

DIE UMSETZUNG

Programmierung der App und Gestaltung der ersten Aktionen

Für den Einsatz der iBeacons muss eine App programmiert werden, in der auch die verschiedenen Templates/Anzeigen für die Aktionen verwaltbar sind. Zudem müssen Kooperationen mit einzelnen Geschäften eingegangen werden, um verschiedene Aktionen zu gestalten (genaue Beispiele unten als Postings und Push-Nachrichten). Anschließend werden die iBeacons mit den Aktionen programmiert und in den Geschäften der Wiener Einkaufsstraßen angebracht. Via Push-Nachricht kann dann der potenzielle Kunde auf Rabatte, Sonderaktionen etc. aufmerksam gemacht werden und Vorteile genießen.

Bewerbung der Aktionen auf Facebook

Der initiale Post zur Kampagne wird die App vorstellen und den Download fokussieren. Anschließend werden auf Facebook immer wieder Hinweise gegeben, wo sich iBeacons und somit versteckte Rabatte und Einladungen befinden können. Die Facebook-Fans werden somit auf eine reale Schnitzeljagd geschickt oder auch beim Vorbeigehen zufällig überrascht. Gepostet wird von den Wiener Einkaufsstraßen, unterstützt werden soll aber auch von den Seiten der kooperierenden Partner-Shops. Zur Reichweitensteigerung werden Facebook Werbeanzeigen bzw. monetär gepushte Posts genutzt. Das Targeting gestaltet sich überwiegend regional bzw. rund um den Veranstaltungsort der jeweiligen Aktion sowie auch über die Art der Aktion (z.B. werden beim einer Damenschuhe-Aktion nur Frauen angesprochen). Benachrichtigung_Gewonnen

Beitrag zu den Young Lions 2016 in der Kategorie Cyber von Pamela Bernsteiner und Florian Hablecker

Youtube für Unternehmen: Leitfaden, Werbung & Tipps

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Youtube zählt mit über einer Millarde an Nutzern zu den weltweit größten sozialen Netzwerken und ist daher auch für Unternehmen äußerst interessant. Denn wenn man Youtube als Unternehmen richtig einsetzt und eine klare Strategie verfolgt, kann das Image gestärkt, die Kundenbindung optimiert, die Reichweite erhöht und die Conversions gesteigert werden.

Aufbau eines Unternehmenskanals in Youtube in 4 Schritten

1. Marketingziel für Youtube festlegen

Was soll mit dem Youtube Channel erreicht werden? Image und Bekanntheit steigern? Den Traffic auf einer Website erhöhen oder die Conversions steigern? Sobald das Ziel des Kanals feststeht, kann der Aufbau erfolgen.

2. Youtube Kanal-Konzept erstellen

Das Konzept beinhaltet, welche Art von Videos gedreht werden sollen, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und wie diese erreicht werden kann. Zudem sollten auch Look & Feel der Videos, die Kommunikationsrichtlinien des Unternehmens sowie die Art und Häufigkeit des Postens im Konzept festgelegt werden.

3. Video Content produzieren und hochladen

Nimm dafür die beste Kamera und filme möglichst authentisch. Für die Nachbearbeitung solltest du ein Schnittprogramm beherrschen, um das Video zu optimieren, unpassende Szenen heraus zu schneiden oder Spezialeffekte einzubauen. Dann verfasse eine aussagekräftige Beschreibung sowie einen Titel für dein Video, versehe das Video mit Tags und baue am Ende des Videos einen Call-to-Action für den Zuschauer ein (zum Beispiel: Jetzt Kanal abonnieren).

4. Video verbreiten und bewerben

Um die Interaktion zu fördern, sollte auf Userkommentare geantwortet werden. Bedanke dich bei deinen Abonnenten und stärke deine Fangemeinschaft. Um die Reichweite weiter zu erhöhen, kann Werbung auf Youtube geschaltet werden, Kooperationen können eingegangen werden, Social Media Channels können verknüpft werden und auch indem man andere Kanäle abonniert und unter fremden Videos aktiv Kommentare hinterlässt, kann die Reichweite der eigenen Videos nachhaltig gesteigert werden.

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Mit dem Embed-Code kann man Youtube Videos spielend leicht in Websites einbauen. Quelle: Screenshot Youtube

Das Video kann zudem via Embedded Code in eine Website eingebunden werden. Um die Darstellung des Videos anzupassen, können kleine Änderungen im Code vorgenommen werden, wie Größe des Videos, Ein/Ausblenden des Youtube Logos (zum Ausblenden einfach den Parameter „&modestbranding=1“ an die URL des Videos anhängen), Ein/Ausschalten von empfohlenen Videos im Anschluss (Deaktivieren lassen sich die Empfehlungen unterhalb des Embed Codes auf der Youtube Video Seite. Dazu zunächst auf „Mehr anzeigen“ klicken und dann den Haken bei „Nach Ende des Videos vorgeschlagene Videos einblenden“ entfernen.) etc.

Werbung in Youtube

Die Partnerumsätze von Youtube sind 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 50 % gestiegen – bereits das dritte Jahr in Folge in dieser Höhe. Auch Werbung wird auf Youtube also immer wichtiger für Unternehmen, um Reichweite zu generieren. Insbesondere wenn die Watch Time als Kennzahl zur Erfolgsmessung nicht dafür sorgt, dass die eigenen Videos weit oben in den Suchergebnissen gelistet werden. Die Watch Time berechnet sich folgendermaßen: Aufrufe x Engagement = Watch Time. Um die Watch Time zu optimieren, sollten Youtube Analytics genutzt werden, um zu sehen, welche Videos bis zum Ende gesehen und geklickt oder bewertet werden und welche nicht. Mit diesen Erkenntnissen können folgende Videos optimiert werden. Erstellt man die erste Kampagne auf Youtube, so sind folgende Schritte zu beachten:

  • Google AdWords für Videos öffnen
  • – Youtube Video auswählen
  • – Videoanzeige erstellen
  • – Höhe der Ausgaben festlegen
  • – Zielgruppe auswählen
  • – Werbung schalten
  • – Ads in Youtube Analytics beobachten und optimieren

 

Auf Youtube sind mehrere Werbeformate möglich. Neben den bekannten Videoanzeigen und TrueView Ads gibt es auch die Werbeformen Video Masthead, Display und Live-Streaming. Zudem kann meist optional auch noch ein Bannerformat mitgebucht werden, um die Werbewirkung auf der Seite noch weiter zu optimieren. Um alle Formate und ihre Spezifikationen zu sehen, gibt es eine eigene Seite mit den Youtube Display Specifications. YouTube verfügt über eine Reihe an Targeting-Optionen, die den werbenden Unternehmen dabei helfen, die richtigen Kunden zu erreichen. Die Ausrichtung kann nach Alter, Geschlecht, Standort, Interessen etc. erfolgen. So können beispielsweise mit einem Video Ad für schicke Miniröcke nur Frauen in Österreich angesprochen werden, die zwischen 15 und 35 sind und an Mode interessiert sind. So lassen sich Streuverluste minimieren. Best Practice Beispiele für Werbung auf Youtube gibt es übrigens hier: http://www.youtube.com/yt/advertise/de/case-studies.html

7 essentielle Tipps für den Erfolg auf Youtube

Youtube Tipp 1: Knackiger Titel und Beschreibungstext

Der Titel eines Videos kann über Klicken oder Nicht-Klicken entscheiden. Darum sollte er möglichst kurz und ansprechend formuliert werden sowie die wichtigsten Keywords enthalten, die zu dem Video passen. Auch im Beschreibungstext sollten alle relevanten Wörter vorkommen und wichtige Informationen sowie evtl. weiterführende Links an die Nutzer weitergeben.

Youtube Tipp 2: Ansprechendes Vorschaubild

Lädt man ein Video auf Youtube hoch, so wird ein Vorschaubild im Video angezeigt (640 x 360 Pixel), bevor das Video abgespielt wird. Dieses Vorschaubild kann man selbst bestimmen und sollte man so wählen, dass ein möglichst spannendes Bild zu sehen ist, damit die User versucht sind, zu klicken.

Youtube Tipp 3: Channel optimieren & Playlists nutzen

Der Youtube Channel kann von den Nutzern durch das Hochladen von Bildern und Videos designt und gestaltet werden. Neben dem Profilbild hat man auch die Möglichkeit ein großes Headerbild zu wählen um den Kanal noch ansprechender zu gestalten. Außerdem sollte ein prominenter Channel-Trailer angelegt werden und die anderen Social Media Kanäle, in denen man aktiv ist, sollten mit dem Kanal verknüpft werden. Im eigenen Channel hat man zudem die Möglichkeit Playlists zu erstellen. Diese können sowohl aus eigenen als auch aus fremden Videos bestehen. So kann man die eigenen Videos beispielsweise thematisch sortieren, damit die Nutzer schneller an das gesuchte Video gelangen.

Youtube Tipp 4: Annotationen im Video einblenden

Um die Zuseher während dem Video auf etwas aufmerksam zu machen, können Annotationen kreiert werden, die dann während des Videos eingeblendet werden. Als Annotation eignet sich beispielsweise der Aufruf „Jetzt Kanal abonnieren“ mit Link oder auch Hinweise und Links zu weiteren relevanten Clips oder zu Teil 2 des Videos etc. Am Ende kann man zudem beispielsweise den Link zur eigenen Website oder der Facebookseite des Unternehmens einfügen.

Youtube Tipp 5: Kooperationen mit Youtubern und anderen Channels

Um erstmals auf Youtube Fuss zu fassen und Reichweite zu generieren, können Kooperationen eingegangen werden. So kann beispielsweise eine Marke mit bekannten Youtubern als Testimonials kooperieren um das Image zu stärken und relevante Nutzer aus der Zielgruppe zu erreichen.

Youtube Tipp 6: Interagieren & die Fans belohnen

Die Abonnenten eines Kanals sind meist diejenigen, die auch für die Watch Time verantwortlich sind, daher sollten sie bei Laune gehalten werden. Kommentieren Fans unter dem Video, so sollte man darauf eingehen, indem man ebenfalls mit einem Kommentar antwortet oder wie Y-Titty eine eigene Youtube Reihe macht, die sich dann „Kommentare-Kommentier-Show“ nennt uns reichlich Anklang bei den Nutzern findet. Beliebte Videostars auf Youtube laden ihre treuesten Fans auch regelmäßig zu eigens organisierten Events und Partys ein, um die Bindung zu den Nutzern noch weiter zu stärken.

Youtube Tipp 7: Analytics einsetzen

Um noch mehr Reichweite, bessere Platzierungen, eine bessere Watch Time und mehr Abonnenten zu generieren, sollten Youtube Analytics genutzt werden, um die vorhandenen Videos zu analysieren und danach zu optimieren. Weitere Tipps zu Youtube gibt es im Youtube Creator Playbook und im Youtube Creator Hub. Und auch Bestenlisten eignen sich gut, um Inspiration zu finden. Für Youtuber ist es außerdem wichtig zu wissen, was ihnen auf der Plattform erlaubt ist und was nicht. Für Schleichwerbung gibt es jetzt einen Leitfaden zur Kennzeichnung von Werbung in Youtube Videos von den Medienanstalten.

User Experience (UX) Trends 2016 zur Erhöhung der Conversion Rate

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Durch stetig zunehmende Konkurrenz im Web gewinnt die User Experience immer mehr an Bedeutung. Insbesondere weil die Conversion Rate durch UX Optimierung deutlich erhöht werden kann. Wie die UX Trends von 2016 aussehen und wie so die Conversion Rate optimiert werden kann, wird nachfolgend erklärt. Aber zuerst sollten die Begriffe klar abgesteckt werden.

Unterschiede zwischen UI, UX und Usability

UI (User Interface) beschreibt die gestalterische und technische Bereitstellung von Inhalten im Web, also die Weboberfläche, mit der sich der Nutzer auseinandersetzt. Ui hat sowohl eine grafische als auch eine technische Komponente. Das Graphical User Interface besteht aus der grafischen Benutzeroberfläche, die der User per Maus und Tastatur steuert. Das Web User Interface bezeichnet die technische Schnittstelle, die es erlaubt Webinhalte zu generieren und darzustellen.

UX (User Experience) fasst sämtliche Erfahrungen, Emotionen und Verhaltensweisen von Usern mit einem Unternehmen, einer Website, einem Produkt, einer Software etc. zusammen und ist daher äußerst subjektiv. Die individuellen Erfahrungen, Erwartungen und Wahrnehmungen der Nutzer verändern sich mit der Zeit und sind dynamisch zu betrachten. UX wird im Deutschen auch oft als „Anwendererlebnis“ übersetzt und meint die Interaktion des Nutzers mit einem (Web)inhalt.

BEISPIEL: Ich suche im Online Shop für Schuhe neue rosa Sandalen. Ich kann leider nicht nach Farben sortieren, weshalb ich mich durch das gesamte Sortiment klicken muss. Als ich endlich Schuhe gefunden habe, packe ich sie direkt in den Warenkorb. Im Zahlungsvorgang stelle ich jedoch fest, dass ich nur per Kreditkarte zahlen kann. Leider habe ich keine Kreditkarte und verlasse den Shop wieder.

FAZIT: Meine persönliche UX in diesem Shop war nicht gut, denn schließlich habe ich zwar nach langem Suchen das gefunden, was ich gesucht habe, konnte den Bestellvorgang jedoch aufgrund fehlender Zahlungsmodalitäten nicht abschließen und bin etwas frustriert. Hier kann das Unternehmen ansetzen und die UX Schritt für Schritt optimieren.

Der Youtuber Christian Vasile erklärt den Unterschied zwischen UI und UX in einem Video anhand einer Ketchup-Flasche sehr anschaulich:

Usability (Benutzerfreundlichkeit) bezeichnet – wie schon der Name vermuten lässt – die Benutzerfreundlichkeit einer Website. Damit ist gemeint, wie gut sich der Nutzer auf der Website zurechtfindet, wie ansprechend die Website gestaltet ist und wie schnell der Nutzer an sein Ziel kommt. Je besser die Usability einer Website ist, desto schneller kommen die Nutzer zum Ziel (z.B. Klick auf den Kaufen-Button) und desto lieber verweilen sie auf der Seite. Merkmale der Usability sind Softwarequalität, Antwortzeit, Robustheit der Seite etc.

UX Trends 2016 um Conversion Rates zu erhöhen

Welche Design Trends werden im nächsten Jahr vorherrschen und welche Trends bringen nicht nur ein ästethisches Aussehen, sondern haben auch das Potenzial die Conversion Rate zu erhöhen?

Mittlerweile unerlässlich ist das responsive Design von Webinhalten. Es ist nicht nur für die User Experience, sondern auch für Suchmaschinen und SEO essentiell, dass hier keine Barrieren bestehen. Am besten eignet sich ein responsives Design von Websites, das sich an das jeweilige Endgerät des Users anpasst. Sollte in der mobilen Version stark reduziert werden, kann auch eine eigene mobile Seite angelegt werden. Aufgrund von SEO ist allerdings die responsive Variante zu empfehlen. Wichtig ist, dass der User die Seite uneingeschränkt und schnell nutzen kann – egal ob er die Website mit seinem PC, seinem Smartphone oder seinem Tablet besucht.

Bilder und Videos bringen immer noch die meiste Interaktion – der neueste Schrei sind minimale Bewegtbilder in Social Media, die sogenannten Cinemagraphs. Aber auch große Fullsize-Bilder und –Videos kommen gut bei den Usern an. Videos bieten vor allem den Vorteil, dass sie dem Unternehmen Persönlichkeit verleihen. So können beispielsweise Testimonials in den Videos über die Marke sprechen, es können Produktvideos kreiert werden, die dem User das Produkt noch besser näher bringen oder Willkommensvideos können den Nutzer auf der Seite begrüßen.

Hier ein schönes Cinemagraph Beispiel von Labello Österreich:

Der heißeste Herbst-Trend für eure #Lippen? #Pflege und #Farbe. Welcher #Labello Care & Colour ist euer Favorit? #red #rot #rose

Ein von Labello Österreich (@labellooesterreich) gepostetes Video am

Auch beliebt sind Splitscreen-Grafiken zur Zielgruppen Unterteilung, die dazu dienen, den Nutzer möglichst früh auf die geeignete Landingpage für ihn und seine Bedürfnisse zu leiten. Große Onlineshops unterscheiden beispielsweise gleich auf der Startseite zwischen Männer-, Frauen- und ggf. auch Kinderkleidung oder zwischen Kleidung und Schmuck. So gelangt der User früh auf die von ihm gewünschten Inhalte und konvertiert eher.

Ein weiterer Trend ist die Reduktion. Dies gilt sowohl für Inhalte als auch für das Menü und das Design einer Website. Der User soll gleich seine Möglichkeiten wahrnehmen und so schnell wie möglich in die gewünschte Richtung konvertieren. Dazu einfach das Menü auf die wichtigsten Punkte einschränken, den Rest über Submenüpunkte lösen. Auch was das Design angeht: Klar und einfach soll es sein, damit sich der User bestmöglich zurechtfindet.

Call-to-Actions sollten auf Websites immer stark hervorgehen, dies kann durch Komplementärfarben, spezielle Designs und natürlich auch die Größe und Platzierung des CTA-Buttons gelöst werden. Um die Conversion Rate auf einer Seite zu erhöhen, kann der CTA auch sticky platziert werden, d.h. wenn der User scrollt, scrollt der CTA mit. Oft werden auch Navigationen sticky programmiert, denn so muss der User nicht immer wieder nach oben zurückscrollen, wenn er auf einen anderen Menüpunkt klicken will und die Navigation ist immer im Sichtfeld des Users.

Personalisierte Websites sprechen den User und seine Bedürfnisse individuell an, wodurch er länger auf der Seite verweilt und eher konvertiert.
Personalisierte Websites sprechen den User und seine Bedürfnisse individuell an, wodurch er länger auf der Seite verweilt und eher konvertiert.

Ein weiterer Trend, der immer weiter voranschreitet, ist die Personalisierung von Inhalten. Die oben genannten Split-Screens sind bereits Teil von Personalisierung, denn so wird gleich auf der ersten Seite zwischen Grundbedürfnissen unterschieden und die Nutzer in die richtige Richtung gelenkt. Sofern Nutzerdaten bekannt sind, sollten diese auch für die Personalisierung genutzt werden. Userdaten können über Analysetools wie Google Analytics erhoben werden und natürlich durch das Unternehmen selbst, wie z.B. ein Login-Bereich auf der Website, Übergabe von Nutzerparametern via E-Mail Marketing oder durch die Speicherung von Cookies.

Die Webinhalte können dann nach Alter, Geschlecht, Interessen etc. differenziert und personalisiert werden. Der Nutzer kann mit Namen auf der Seite begrüßt werden und es können ihm nur die Inhalte angezeigt werden, die ihn aufgrund von vorherigen Erfahrungen höchstwahrscheinlich interessieren. Regionale Unterscheidbarkeit kann auch viele Vorteile bringen sowie die Differenzierung von Inhalten nach Device (Beispiel: Apple User geben im Durchschnitt mehr Geld aus, also kann der Preis nur für iPhone Nutzer angehoben werden). Auch eine Unterscheidung nach Referrer, also Verweis, macht Sinn. Denn weiß man, dass der User von Facebook kommt, kann man ihm Sharing-Optionen bieten oder einen Facebook Like Button integrieren etc.

11 Psychotricks im Onlinemarketing zur Erhöhung der Conversion Rate

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Es gibt jede Menge psychologische Methoden, die das Kaufverhalten und Entscheidungen von Usern beeinflussen und Conversion Rates erhöhen können, wenn man sie richtig einsetzt. Psychotricks im Onlinemarketing sind in den verschiedensten Bereichen einsetzbar, von der Preisgestaltung über das Design von Websites und Shops bis hin zur Online-Kommunikation.

1. Der Call-to-Action und seine Gestaltung

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Verschiedene Call-to-Action Buttons im Netz von amazon bis zanox.

Der Call-to-Action (CTA) beschreibt die Handelsaufforderung, die dem User entgegen gebracht wird, also der „Jetzt kaufen“-Button oder der „Mehr lesen“-Link. Um möglichst viele Internetuser dazu zu bringen, auf diesen Button zu klicken, können mehrere Psychotricks angewandt werden. Sowohl die Farbgestaltung und Platzierung als auch Form und Größe sowie natürlich die Aufforderung an sich haben einen großen Einfluss auf die Performance. Rote Buttons werden beispielsweise kaum geklickt, da sie Gefahr symbolisieren. Bessere Farben für Buttons sind blau oder grün. Wichtig ist es auch, den Button immer im sichtbaren Bereich der Website zu platzieren. Der User soll also nicht erst scrollen müssen, sondern gleich erkennen, was er auf der Website tun soll. Bei der Form sind abgerundete Ecken ratsam, da diese in den Augen der User „schöner“ sind und daher auch lieber geklickt werden. Bei der Handlungsaufforderung kann man mehrere Texte testen. Will man beispielsweise ein ebook verkaufen, in dem es um Trafficsteigerung geht, kann man neben „Jetzt kaufen“ auch die Aufforderungen „Jetzt downloaden“ oder „Downloaden & Traffic steigern“ einsetzen. Wenn ein Klick Kosten verursacht, muss allerdings das Button-Lösungs-Gesetz beachtet werden, das Button-Beschriftungen im Internet regelt.

2. Mit Social Proof überzeugen

Das Phänomen Social Proof begegnet uns im täglich im Alltag. Wenn jemand bei Rot über die Straße geht, folgen meist die anderen Wartenden nach. Wenn sich jemand auf den Hauptplatz stellt und nach oben zeigt, sehen alle Passanten nach oben. Wenn vor einem Club eine sehr lange Schlange steht, gehen die meisten davon aus, dass sie dies aus guten Grund tun und stellen sich ebenfalls an, statt in einen der anderen Clubs zu gehen. Das alles ist Social Proof. Wir machen etwas, weil es die anderen auch so machen. Dieses Phänomen ist auch im Internet gut zu beobachten. Wenn uns ein Freund ein Produkt empfiehlt, sind wir eher geneigt, es zu kaufen. Das gilt auch online. Daher setzen große Onlineshops wie amazon oder ebay eine Reihe an Social Proof Funktionen und Tools ein, wie zum Beispiel:

  • • „Personen, die dieses Produkt gekauft haben, kauften auch…“
  • • Kundenbewertungen & Kommentare
  • • „425 Personen haben dieses Produkt bereits gekauft“
  • • „874 Personen haben sich dieses Angebot bereits angesehen“
  • • Social Media Profile des Anbieters („58 Freunden gefällt das“)
  • • Social Media Funktionen wie Liken & Teilen von Angeboten

 

Diese Seitenelemente tragen dazu bei, dass sich die User sicher und wohl fühlen, denn schließlich kaufen ja auch ihre Freunde auf dieser Seite ein und einige Freunde haben vielleicht sogar schon Produktbewertungen geschrieben oder ein Kommentar verfasst. Der Verkaufstrainer Cavett Robert bringt es auf den Punkt: „Da 95 Prozent der Leute Nachahmer sind und nur 5 Prozent vormachen, lassen sich die Leute mehr durch die Handlungen anderer überzeugen als durch jedes andere Argument.“ Somit können Social Proof Elemente gezielt auf Websites eingesetzt werden, um das Vertrauen der User und in weiterer Folge die Conversion Rate zu erhöhen.

3. Exklusivität & Künstliche Knappheit erzeugen

Das was man nicht haben kann, übt automatisch einen großen Reiz aus. Daher setzen viele Marken auf künstliche Knappheit um Exklusivität zu erzeugen. Ein berühmtes Beispiel dafür ist Red Bull. Red Bull wurde erst nach einiger Verzögerung auf dem Markt zugelassen. Zuerst war es nur in Österreich, nicht aber in Deutschland verfügbar. Dadurch und durch geschicktes Marketing in der Jugend-, Club- und Extremsportszene war es allerdings total angesagt und Deutsche fuhren mit ihren Autos nach Österreich um das „verbotene“ Red Bull in Massen zu kaufen. Auch heute arbeiten noch viele Unternehmen mit dem Knappheitsprinzip. Darunter fallen auch folgende Taktiken:

  • – nur noch 4 Stück auf Lager
  • – nur diese Woche im speziellen Design
  • – nur für Facebook Fans oder Newsletter Abonnenten

 

Die Knappheit kann dabei auf mehrere Faktoren bezogen (eine begrenzte Anzahl an Produkten an sich, an speziell gestalteten Produkten, an Rabatten etc.) und mit A/B Tests auf die Wirksamkeit geprüft werden, um die Conversion Rate mit diesem Psychotrick gezielt zu erhöhen.

4. Reziprozität (in Vorleistung treten)

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Reziprozität beruht auf dem Geben-und-Nehmen Prinzip. Nimmt der User etwas an, so fühlt er sich später verpflichtet etwas zurückzugeben.

Wenn einem ein Freund beim Umzug hilft, macht er das nur aus einem Grund: er tritt in Vorleistung und ist sich sicher, wenn er selbst einmal Hilfe braucht, ist der andere für ihn da. Ist das nicht der Fall, herrscht oft dicke Luft. Und das zu Recht. Denn normalerweise fühlt man sich verpflichtet, wenn man Hilfe o.ä. angenommen hat, diese auch zurückzugeben. Das bedeutet für Unternehmen: in Vorleistung treten!

Ein kostenloses Seminar zu einem Onlinetool, Produktproben, ein Whitepaper, Give aways, Tutorials oder ein gratis Probemonat. Solche Angebote nehmen Nutzer gerne in Anspruch, da sie sich noch nicht final entscheiden müssen und sogleich profitieren können. Das bringt aber auch den Unternehmen etwas, denn die Nutzer fühlen sich anschließend verpflichtet, dem Unternehmen etwas zurückzugeben. Und dies geschieht dann in Form eines Produktkaufs, eines Abo-Abschlusses etc. Es ist eine typische Win-Win Situation.

Free Trials bieten übrigens noch einen weiteren Vorteil. Ein Beispiel: Spotify. Wenn das Free Trial nach drei Monaten vorbei ist und man fünf persönliche Listen mit 800 Songs erstellt hat, Freunden gefolgt ist und Künstler abonniert hat, so hat man sich einiges aufgebaut und daran gewöhnt, dass zwischendurch keine Werbung kommt und man alle Songs aus den eigenen Listen auch offline hören kann. Will man dem Nutzer das Free Trial nach Ablauf der Zeit also wieder „wegnehmen“, so spricht das die Verlustangst im Nutzer an. Denn etwas aufgeben, das man schon umfangreich nutzt, mag keiner gern. So steigt durch das Free Trial also die Wahrscheinlichkeit, dass es nach Ablauf zu einem kostenpflichtigen Abo kommt.

5. Den Decoy-Effekt nutzen und Entscheidungen fördern

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Der Decoy-Effekt täuscht den User, indem eine dritte Variante hinzukommt, die dem User die Entscheidung erleichtern soll. Mit dem gezielten Einsatz kann so die Conversion Rate im Onlinemarketing erhöht werden.

Hat man im Onlineshop eine Luxus Kaffemaschine für 800€ und eine günstige Alternative, die nur 159€ kostet, so fällt die Entscheidung schwer. Warum? Weil die zwei Produkte nicht so recht miteinander vergleichbar sind. Doch hat man eine dritte Kaffemaschine in dem Onlineshop, so fällt die Entscheidung plötzlich leicht. Denn diese Alternative trägt dazu bei, sich zwischen den anderen beiden zu entscheiden. Das nennt man den Decoy-Effekt (=Täusch-Effekt).

Entdeckt hat den Decoy-Effekt der amerikanische Marketing-Professor Joel Huber. Er stellt an die Probanden folgende Frage: „Wollen Sie lieber in einem nahe gelegenen 3-Sterne-Restaurant oder in einem entfernten 5-Sterne-Restaurant essen?“ Die Entscheidung fiel den Probanden schwer. Nun bot Huber die dritte Alternative an: man könne auch in einem 4-Sterne-Restaurant essen, das allerdings noch weiter weg liegt. Diese Alternative kommt nicht wirklich in Frage aber dennoch erfüllt sie ihren Zweck: plötzlich entscheiden sich alle Probanden ganz leicht für das 5-Sterne-Restaurant, da sie durch die dritte Alternative einen Maßstab hatten, an dem sie sich orientieren konnten.

Manchmal kann also dieser einfache Psychotrick eingesetzt werden, einfach eine dritte (wenn auch unnötige) Alternative zu schaffen, um die Conversion Rate gezielt zu erhöhen. Unternehmen wie das Magazin „The Economist“ oder die New York Times nutzen den Decoy-Effekt für ihre Abo-Optionen und auch die meisten Telekommunikations- oder Versicherungsanbieter haben auch meistens drei Optionen zur Wahl.

6. Ankereffekt, Framingeffekt und Zero-Price-Effekt

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Der Ankereffekt beschreibt die Tatsache, dass Menschen von Zahlenwerten aus der Umgebung in ihrer Entscheidung beeinflusst werden.

Wollen wir etwas kaufen, so brauchen wir einen Anker um den Wert bemessen zu können. Dabei ist es völlig egal, wo dieser Wert herkommt. Denn wenn unser Gehirn keine passenden Vergleichswerte findet, so reicht eine aus der Luft gegriffene Zahl auch. Ein Beispiel: Die Psychologen Critcher und Gilovich bewiesen, dass Gäste des Restaurants „Studio 97“ durchschnittlich 8 Dollar mehr ausgaben, als Gäste des Restaurants „Studio 17“. Das ist der Ankereffekt. Ein weiteres Beispiel: In einem naturwissenschaftlichen Museum wurden folgende Fragen gestellt:

  • Beträgt die Höhe des größten Küstenmammutbaums mehr oder weniger als 366 Meter?
  • Wie hoch ist Ihrer Meinung nach der größte Küstenmammutbaum?

 

Im Schnitt schätzen die Probanden die Größe des Küstenmammutbaums auf 257 Meter. Einer anderen Gruppe wurde dieselbe Frage mit einer anderen Zahl als Anker gestellt: „Ist der größte Mammutbaum höher oder niedriger als 55 Meter?“ Interessanterweise lag die durchschnittliche Schätzung dann bei nur noch 86 Metern.

Aus demselben Grund ist es auch schlauer: 20% Rabatt auszuschreiben statt „nur noch 100€“. Denn kann der Käufer den Rabatt nicht so schnell berechnen, bleibt ihm nur im Kopf „Es ist billiger als sonst. Super Angebot“. Das nennt man den Framingeffekt. Er funktioniert bei rund einem Drittel aller Menschen. Dieser Psychotrick wird besonders gern zur Erhöhung der Conversion Rate eingesetzt.

Noch ein psychologischer Trick, den man sich gut zu Nutze machen kann, ist der Zero-Price-Effekt. Dieser wird beispielsweise von Online Lieferdiensten und Onlineshops eingesetzt. Übersteigt der Warenkorb oder die Essensbestellung einen bestimmten Wert, so ist der Versand bzw. die Lieferung kostenlos. Das treibt viele Menschen dazu, mehr zu kaufen, als sie eigentlich wollten.

7. Mit zweiseitigen Botschaften Vertrauen aufbauen

„Unser neues Erdbeer-Vanille-Nuss-Eis ist zwar kalorienreich, dafür umso intensiver im Geschmack. Und das Gefühl, wenn das Eis auf der Zunge zergeht ist es einfach wert.“ – Diese Aussage schürt Vertrauen bei den Käufern. Denn wer freiwillig Schwächen seines Produktes zugibt (wenn auch offensichtliche Schwächen wie wenig Platz im Sportwagen oder viele Kalorien bei Eis), der kann ja nur ehrlich sein. Darum werden die positiven Eigenschaften gleich ernster genommen als bei 0815 Werbetexten „Unser Produkt ist das Beste“. Hier geht’s zum Artikel Strategien zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit von Werbung, in dem das Phänomen zweiseitiger Botschaften in der Werbung noch genauer erklärt wird.

8. Kundenstimmen & Testimonials

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Der Social Media Monitoring Anbieter Talkwalker nutzt Kundenstimmen auf der Website zur Erhöhung der Conversion Rate.

Wie bereits in Punkt 2 angeschnitten, führen Kundenstimmen oder Testimonials auch oft zur Erhöhung der Conversion Rate. Damit sind hier aber nicht Social Plugins gemeint, die dem User zeigen, wie viele Freunde sich eine bestimmte Jacke schon angesehen und geliked haben, sondern zitierte Kundenstimmen von Testimonials, privaten Personen und Unternehmen. Daher werden Kundenstimmen auch oft in der B2B-Kommunikation eingesetzt, wie beispielsweise bei Onlinetools wie Talkwalker. Auch berühmte Personen als Testimonials werden immer wieder gerne von Unternehmen eingesetzt, um die Glaubwürdigkeit der Marke zu stärken.

Bei der Wahl des Testimonials sollten einige Dinge beachtet werden, wie beispielsweise: Passt das Testimonial zur Marke und zum Produkt? Ist der Promi wirklich geeignet (keine Imageschäden, sympatisches Auftreten, nicht zu viele Werbeverträge mit ähnlichen Unternehmen/Produkten). Können eventuell echte Kunden als Testimonials eingesetzt werden? Beachtet man diese Dinge und integriert den Promi perfekt in die Marketingstrategie, so kann der Werbeeffekt gesteigert und die Conversion Rate erhöht werden. Ob Heidi Klum für Mc Donalds, George Clooney für Nespresso oder die deutsche Nationalmannschaft für Nutella – diese Testimonials haben sich bereits in die Köpfe der Konsumenten eingebrannt und wir verbinden die Personen mit den Marken.

9. Gütesiegel & Trust Zertifikate

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Das TrustedShops Gütesiegel für Onlineshops ist das bekannteste Siegel im europäischen Netz.

Auch Gütesiegel und Trust Zertifikate werden gerne von Unternehmen auf Websites für die Erhöhung der Conversion Rate eingesetzt. Gütesiegel kennt man ja auch bereits von der Lebensmittelindustrie. Das BIO Gütesiegel, das AMA Gütesiegel und das Fairtrade Gütesiegel sollen auf das Vertrauen des Verbrauchers einzahlen und so den Umsatz der Lebensmittel steigern. Doch nicht nur für Lebensmittel, auch für Webshops gibt es Gütesiegel, die das Vertrauen der Websitebesucher in den Shop erhöhen sollen. Dabei können seriöse Zertifizierungen den Kunden zur Kaufentscheidung positiv beeinflussen.

Das wohl bekannteste Gütesiegel in Onlineshops ist das Trusted Shops Zertifikat. Die Qualitätskriterien für ein Trusted Shops Zertifikat können hier nachgelesen werden. Zudem gibt es regelmäßige Nachkontrollen der ausgezeichneten Shops. Weitere Gütesiegel für Onlineshops sind zum Beispiel das Secured Shop Gütesiegel, das TÜV Süd s@ver shopping Zertifikat oder das EHI Geprüfter Online Shop Zertifikat.

10. Commitment und Konsistenz

Unter Commitment versteht man eine öffentliche Äußerung zu einem bestimmten Thema gegenüber anderen Personen. Sage ich also zu meiner Familie: „Ich höre ab morgen auf zu rauchen!“, so habe ich ein Commitment abgegeben. Es ist bewiesen: wer ein Commitment abgegeben hat, versucht erst recht in seinen Handlungen konsistent zu sein. Hätte ich mein Vorhaben niemanden erzählt, würde es mir leichter fallen dieses Vorhaben wieder aufzugeben. Dieses Verhalten und den Zusammenhang von Commitment und Konsistenz machen sich auch Unternehmen zu nutze.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Ein Promoter von Caritas spricht Sie auf der Straße an: „Haben Sie ein Herz für Kinder?“ Sie sagen natürlich „ja“. Daraufhin fragt Sie der Promoter: „Dann spenden Sie doch 5€ im Monat für benachteiligte Kinder, wenn sie Ihnen doch am Herzen liegen.“ Und schon hat er Sie. Jetzt ist es richtig schwierig zu sagen: „Ich mag zwar Kinder, finde es auch traurig, unterstütze Sie aber nicht!“. Denn schließlich hat man ja eben zugegeben, dass einem die Kinder wichtig sind.

Dieser Psychotrick kann auch im Onlinemarketing für die Erhöhung der Conversion Rate eingesetzt werden. Ein Beispiel: Loreal bringt eine neues Make-up heraus und fragt in einer Newsletter-Umfrage „Spricht Sie das Produkt an? Ist der Preis fair? Würden Sie dieses Produkt kaufen?“. Eine Woche später wird erneut ein Newsletter an alle User verschickt, die die obigen Fragen mit „ja“ beantwortet haben. Der Newsletter enthält nun das Angebot, das neue Produkt von Loreal zu kaufen. Weil die User bereits zugesagt haben, das Produkt zu kaufen, werden sie dies auch tun, damit sie zu ihrem Commitment stehen und in ihrem Verhalten konsistent bleiben.

11. Cause-related Marketing

Mehr Infos und eine eigens durchgeführte Studie zum Thema Cause-related Marketing sind im Artikel Strategien zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit von Werbung zu finden.
Mehr Infos und eine eigens durchgeführte Studie zum Thema Cause-related Marketing gibt’s in meinem Buch.

Eine weitere, sehr effektive Methode um mit psychologischen Tricks die Conversion Rate zu erhöhen, ist das sogenannte Cause-related Marketing. Dabei geht es darum, den Kauf eines Produktes mit einer sozialen Leistung zu verbinden. Das NIVEA Familienfest findet jedes Jahr statt, um Spenden für das SOS Kinderdorf zu sammeln. Wer eine Packung Windeln von Pampers kauft, spendet automatisch eine lebensrettende Impfdosis an ein Neugeborenes in einem Entwicklungsland (Kooperation mit Unicef) und wer einen Kasten Krombacher kauft, hilft, den Regenwald zu schützen. So kauft man also nicht nur ein Produkt, sondern tut auch noch etwas Gutes mit dem Kauf. Das führt dazu, dass man den Kauf für sich selbst besser argumentieren kann und ein gutes Gefühl nach dem Kauf hat.

Human Resources & B2B mit den Social Networks Xing und LinkedIn

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Talente findet man heute über Karrierenetzwerke wie Xing. Rund 14 Millionen Mitglieder nutzen die Internet-Plattform weltweit zur Unternehmenspräsentation, zur Jobsuche und zum Netzwerken.
Talente findet man heute über Karrierenetzwerke wie Xing. Rund 14 Millionen Mitglieder nutzen die Internet-Plattform weltweit zur Unternehmenspräsentation, zur Jobsuche und zum Netzwerken. Quelle: Facebook

Die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn gewinnen laufend neue Mitglieder. Und auch Unternehmen setzen immer mehr auf die Karrierenetzwerke, um Human Resources zu betreiben und B2B-GEschäftspartner zu akquirieren. Doch was muss man beim Anlegen eines Unternehmensprofils auf Xing und LinkedIn beachten, um auch erfolgreich zu sein?

Bevor man ein neues Unternehmensprofil in Social Media anlegt, sollte man sich über die Ziele dieses Unterfangens klar werden und KPIs festlegen. Auch das Auftreten des Unternehmens sollte vorher definiert werden. Dazu beachten Sie die 5 ultimativen Tipps für Unternehmen im Social Web.

Wozu ein Unternehmensprofil in Xing und LinkedIn anlegen?

Der Einsatz von Businessnetzwerken kann neben Human Resources und Reichweitensteigerung noch weitere Ziele wie SEO und Trafficsteigerung haben.
Der Einsatz von Businessnetzwerken kann neben Human Resources und Reichweitensteigerung noch weitere Ziele wie SEO und Trafficsteigerung haben. Quelle: Facebook

Ein Unternehmensprofil in Business-Netzwerken ist auf jeden Fall für jedes Unternehmen empfehlenswert und kann mehreren Zwecken dienen:

Sichtbarkeit

Das Unternehmen soll schließlich über Google & Co. gefunden werden und Interessierte sollen sich über das Unternehmen informieren können (Mitarbeiter, Branche, Standort etc.). Zudem soll das Profil in Businessnetzwerken und die Transparenz auch dem positiven Image dienen.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Ein Unternehmensprofil in den Businessnetzwerken hat auch positive SEO-Effekte. Wichtig ist, dass die Texte relevante Keywords enthalten und dass die Unternehmenswebsite mit dem Xing oder LinkedIn Account verknüpft ist.

Reichweite/Bekanntheit

Da man auch als Unternehmen Status-Posts veröffentlichen und Links teilen kann, ist es ratsam News, Blogbeiträge, Pressemitteilungen oder interessante Links auch über diese Netzwerke zu teilen und in relevanten Gruppen aktiv zu werden.

Human Resources

Über die Karrierenetzwerke Xing und LinkedIn können potenzielle Bewerber erreicht werden und potenzielle Bewerber werden auf das Unternehmen aufmerksam. Zudem können Jobangebote eingestellt werden.

Dialog & Kontakt

Hat man erstmal Aufmerksamkeit bei potenziellen Bewerbern und Geschäftspartnern generiert kann man über die Netzwerke auch leicht Kontakt aufnehmen, gemeinsam in Gruppen diskutieren und Jobangebote senden.

Erste Schritte beim Anlegen eines Unternehmensprofils in Xing & LinkedIn

Bevor man ein Unternehmensprofil auf Xing oder LinkedIn anlegt, sollte man einige Dinge erledigen, wie Dubletten zu entfernen oder einen Soft-Launch zu planen.
Bevor man ein Unternehmensprofil auf Xing oder LinkedIn anlegt, sollte man einige Dinge erledigen, wie Dubletten zu entfernen oder einen Soft-Launch zu planen. Quelle: Fotolia (faithie)

Hat man sich als Unternehmen entschieden auf den Business-Plattformen präsent zu sein, so legt man ein Profil an. Dabei gibt es im Vorfeld schon einiges zu beachten.

Dubletten eliminieren

Bei größeres Unternehmen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es bereits im Netzwerk vorhanden ist – weil Mitarbeiter bereits in den Netzwerken angemeldet sind und das Unternehmen angegeben haben oder ein jemand anderes schon mal den Versuch gestartet hat, in den Netzwerken aktiv zu werden. Finden Sie heraus, ob bereits Unternehmensseiten existieren und veranlassen Sie beim Ersteller oder dem Netzwerk die Löschung oder Zusammenlegung mit dem neuen Profil.

Auf die Schreibweise achten

Geben Mitarbeiter in Xing an, dass sie bei dem Unternehmen Beispielfirma123 arbeiten, so werden sie automatisch als Mitarbeiter für die zugehörige Firmenseite gezählt. Um hier auch alle Mitarbeiter abzugreifen und von deren Seiten auf die richtige Unternehmensseite zu linken, muss auf eine einheitliche Schreibweise des Unternehmens geachtet werden. So kann die Schreibweise Beispiel Firma 123 nicht automatisch zum Unternehmen Beispielfirma123 gezählt werden. Hilfreich für eine einheitliche Schreibweise von allen Mitarbeitern ist auch der nachfolgende Punkt.

Mitarbeiter informieren

Wenn man ein neues Unternehmensprofil veröffentlicht, sollten zuerst die Mitarbeiter des Unternehmens informiert werden. Dies kann man im internen Launch machen, den Link zum Profil angeben und ggf. auch einen kleinen Leitfaden für die Mitarbeiter verfassen, wie sie ihr eigenes Profil in Xing und LinkedIn erstellen und dieses mit dem Unternehmensprofil verknüpfen können.

Profil füllen & Information teilen

Es muss ein Profilbild und ggf. ein Titelbild hochgeladen und Informationen zum Unternehmen in die Infofelder eingetragen werden. Was macht das Unternehmen aus, was bietet es an, und wie kann man Kontakt aufnehmen? All diese Infos sollten auf den ersten Blick im Profil erkennbar sein. Und auch die Branche, die Mitarbeiteranzahl und die Unternehmenswebsite sollten im Profil angeführt sein. Außerdem sollte aus SEO-Aspekten die Unternehmenswebsite mit dem Profil verlinkt werden. Auf Xing sollte außerdem auch das kununu-Profil (Plattform zur Bewertung von Arbeitgebern) des Unternehmens verlinkt werden.

Das waren die Grundlagen für das Unternehmensprofil. Nun geht es darum, möglichst viel Reichweite zu generieren, damit potenzielle Bewerber und Geschäftspartner auf das Unternehmen aufmerksam werden.

Tipps um Reichweite zu generieren

Offizieller Launch des Profils

Nach dem internen Launch des Xing oder LinkedIn Profils für die Mitarbeiter, sollten auch Stakeholder, Lieferanten und Geschäftspartner sowie Kunden informiert werden. Dies kann beispielsweise über einen Newsletter oder eine persönliche E-Mail geschehen. In der Information sollte auf jeden Fall ein Call-to-Action vorhanden sein, das Profil zu liken und weiterzuempfehlen, um die ersten Follower und Reichweite zu generieren.

Verlinkung On- und Offline

Um noch mehr Menschen auf das neue Profil aufmerksam zu machen, kann es auch auf der Unternehmenswebsite, in der E-Mail-Signatur und in anderen Social Media Kanälen sowie auf Visitenkarten und ggf. am POS verlinkt bzw. angeführt sein.

Insbesondere für Social Media gilt (nach wie vor): "Content is King." Eine klare Content-Strategie ist demnach auch für Xing und LinkedIn unerlässlich.
Insbesondere für Social Media gilt (nach wie vor): „Content is King.“ Eine klare Content-Strategie ist demnach auch für Xing und LinkedIn unerlässlich. Quelle: Fotolia (dizain)

Posts mit Mehrwert & Dialog

Langfristig lassen sich relevante Follower nur mit Mehrwert generieren. Um die neu gewonnenen Fans und Kontakte auch beim Profil zu halten, sollten also Inhalte mit Mehrwert geschaffen werden. Expertenbeiträge, Produktangebote, das Teilen von interessanten Infos oder das Erstellen von Jobangeboten – damit hält man die Follower mit relevanten Inhalten auf dem Laufenden. Zudem kann man in Gruppen aktiv werden, mitdiskutieren und den Dialog mit Influencern suchen.

Ads schalten

Last but not least ist Anzeigen zu schalten um noch mehr Reichweite in Xing und LinkedIn zu generieren auch ein geeignetes Mittel. So können Status-Posts oder Jobangebote an die richtigen Zielgruppen gestreut werden. Sowohl in Xing als auch in LinkedIn kann hier ein Targeting verfasst werden, welche Menschen mit der Werbung erreicht werden sollen. So kann man beispielsweise Projektmanager auswählen, die vor Kurzem befördert wurden oder Grafiker, die den Job gewechselt haben etc.

Zu guter Letzt ist es noch wichtig, einige Regeln im Community Management zu beachten, um eine klare Kommunikation und eine einheitliche Unternehmensdarstellung zu gewährleisten und erfolgreich zu sein.

10 goldene Social Media Regeln für das Community Management

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Immer mehr Marken strömen in die sozialen Netzwerke: von Facebook, Youtube und Instagram bis hin zu Whatsapp, Tinder und Co. Aber um mit Social Media auch erfolgreich zu sein, müssen einige Regeln für das Community Management beachtet werden:

1. Die persönliche Ansprache.

Die Nutzer sollen sich durch die Posts angesprochen fühlen, so kann man beispielsweise fragen „Was ist eure Meinung dazu“ oder „Was würdet ihr an dem Produkt verändern?“, um die User zur Interaktion anzuregen.

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Best Practice von NIVEA Österreich: User-Beiträge werden geteilt und den Usern wird für ihr Engagement gedankt. Das freut die Fans.

2. Mit den Nutzern interagieren.

Wenn sich ein User die Mühe macht, eine Nachricht auf einem Markenkanal zu hinterlassen, sollte dies von der Marke gesehen und auch gewürdigt werden. So sollten Fragen beantwortet und Feedback positiv entgegen genommen werden. Auch wenn sich ein Nutzer beschwert, so sagt man als Community Manager „Danke für deine Nachricht …“ und versucht dem Nutzer zu helfen. Das macht nicht nur beim jeweiligen Nutzer Eindruck, sondern auch bei allen anderen Seitenbesuchern, die den Beitrag sehen.

3. Klare Regeln aufstellen & nach ihnen handeln.

Klar kommt es oft vor, dass sich ein Nutzer nur beschweren möchte und beispielsweise auf die Fanpage von Apple schreibt „Apple is shit. Windows is king“. Solche Kommentare können vom Community Management getrost ignoriert oder gar gelöscht werden. ABER NUR, wenn dies in den Regeln festgelegt ist, die für alle User sichtbar sind. Dafür sollten so genannte House Rules geschaffen und an die User kommuniziert werden (z.B. als Facebook App oder im Info-Bereich).

Best Practice von der Deutschen Telekom auf Twitter: Auch die Telekom kommuniziert Geschäftszeiten an die Fans.
Best Practice von der Deutschen Telekom auf Twitter: Auch die Telekom kommuniziert Geschäftszeiten an die Fans.

4. Geschäftszeiten kommunizieren.

Eine weitere wichtige Regel für das Community Management stellt die Kommunikation von Geschäftszeiten dar. User sind auch nur Menschen und wissen, dass es für viele Marken unmöglich ist, zu jeder Tages- und Nachtzeit online zu sein und Userfragen zu beantworten. Um den User aber nicht ungewiss lange warten zu lassen, sollten die Geschäftszeiten, in denen der Social Media Kanal vom Community Management aktiv betreut wird, an die Nutzer kommunizieren.

5. Transparenz zeigen & Fehler zugeben.

Jeder macht einmal Fehler. Steht ein Unternehmen oder eine Marke zu ihrem Fehler, wird dies deutlich besser von der Fangemeinde aufgenommen als ein Vertuschungsversuch, Leugnung oder Ignoranz. Seien Sie also als Marke transparent und kommunizieren Sie offen mit Ihren Fans. Sie werden es Ihnen danken. Außerdem ist es immer gern gesehen, wenn die kommunizierenden Mitarbeiter auch transparent vorgestellt werden. Denn die Nutzer interagieren lieber mit der Social Media Managerin Martina Muster als mit der gesichtslosen Marke. Zudem ist auch die Hemmschwelle für Trolle höher.

6. Die Kommunikation dem Netzwerk anpassen & trotzdem einheitlichen Stil bewahren.

Jedes soziale Netzwerk ist anders. So können beispielsweise Tweets nur aus 140 Zeichen bestehen, auf Instagram können keine Bilder geteilt werden und in Facebook ist es üblich seine Fans zu duzen. Die Kommunikation sollte jedem Netzwerk individuell angepasst werden, ohne dabei die Corporate Communications zu verletzen. So können beispielsweise auf Twitter vermehrt Links eingesetzt werden, auf Google+ können fachspezifische Diskussionen geführt werden und auf Facebook können die User mit nützlichen und witzigen Posts unterhalten werden.

7. Mehrwerte bieten.

Warum sollen die User Fan der Marke werden und sich öffentlich zu ihr bekennen? Bieten Sie den Nutzern Mehrwerte und liefern Sie Gründe, Fan der Marke zu werden. Diese Gründe können von exklusiven Inhalten über spezielle Rabatte nur für Facebook-Fans oder Twitter-Follower bis hin zu nützlichen Informationen und unterhaltenden Posts reichen.

8. Der richtige Medienmix und angepasste Formate.

Instagram macht es einem relativ leicht: Es muss ein Bild gepostet werden. Dazu soll eine Beschreibung mit möglichst vielen Hashtags verfasst werden. Facebook bietet hier mehr Möglichkeiten: Bilder, Videos, Links, Shopangebote, Veranstaltungen usw. Hier gilt es herauszufinden, auf welche Medien die Fans am besten reagieren und den richtigen Mix zu finden. Zudem sollten Bilder und Videos ebenfalls an das soziale Netzwerk angepasst sein. So kann man auf Instagram oder Facebook quadratische Bilder posten, auf Pinterest eignen sich jedoch eher hochformatige Bilder und auf Twitter und Google+ eher querformatige Bilder.

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Best Practice: DaWanda Deutschland verlinkt in Facebook Posts auf den Blog oder den Shop und man kann auch direkt über Facebook shoppen. Zudem gibt es einen „Jetzt einkaufen“-Button im Headerbereich.

9. Fans zu Kunden machen.

Was bringt es dem Unternehmen oder der Marke 10.000 Fans auf Facebook zu haben? Richtig: nichts. Außer Interaktion in den Social Media Kanälen, wenn man Social Media richtig betreibt. Doch das ist ja nicht das Ziel von Social Media. Das Ziel muss höher gesteckt sein, wie beispielsweise Conversions über Social Media, Erhöhung der Kundenzufriedenheit via Support in Social Media oder die Traffic-Steigerung auf der Unternehmenswebsite. Um das zu erreichen, müssen die Social Media Fans regelmäßig auf die anderen Unternehmenskanäle wie z. B. den Onlineshop gelenkt werden. Neue Produkteinführungen, Limited Editions oder spezielle Angebote eignen sich gut in Social Media. Auch spezielle Angebote für Facebook-Fans oder Twitter-Follower werden von der Fangemeinde gern in Anspruch genommen.

10. Monitoring & Analyse: auf User-Interessen eingehen.

Mit Tools wie Facebook oder Twitter Analytics, Fanpagekarma oder Social Bench lassen sich die eigenen Aktivitäten in Social Media und im Community Management gut beobachten und messen. So kann man beispielsweise herausfinden, welche die Top und Flop Posts waren, wie die Fangemeinde aufgebaut ist (Geschlecht, Alter, Interessen etc.), wer die Influencer für die Marke sind oder welche Ads am besten funktioniert haben. Auch die beste Zeit um zu posten lässt sich mit diesen Tools eruieren ebenso wie das am besten funktionierende Medium (Bild, Video, Angebot etc.) oder die Antwortrate des Unternehmens auf User-Beiträge. Beobachtet und misst man regelmäßig seine Social Media Aktivitäten, so kann man Insights generieren und die Kanäle laufend optimieren, um seine Ziele zu erreichen. Zudem kann man mit Social Media Monitoring das Web, aufkommende Themen und die Konkurrenz analysieren sowie die Interessen der (potenziellen) Fans und Kunden herausfinden und in Social Media darauf eingehen, um die Performance zu steigern.

Die 9 größten Herausforderungen im Projektmanagement

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Gutes Projektmanagement beinhaltet nicht nur die Projektkalkulation, -abwicklung und –kontrolle, sondern auch Teamführung, Qualitätskontrolle und Kundenberatung stellen zentrale Herausforderungen im Projektmanagement dar.

1. Gute Kundenberatung

Sätze wie „Der Kunde will das Icon blau, darum machen wir es blau“ oder „Das Logo muss größer sein“ kennt wohl jeder Agenturmitarbeiter. Kundenwünsche sind oft nicht gut durchdacht und daher ist es die Aufgabe eines Account- oder Projektmanagers diese zu hinterfragen. Warum soll das Icon blau werden? Ist es eine bloße Geschmackssache oder gab es beispielsweise ein A/B Testing, in dem festgestellt wurde, dass blaue Icons eher geklickt werden als grüne Icons? Dann würde es Sinn machen, die Iconfarbe entsprechend zu ändern. Änderungswünsche vom Kunden sollen also immer hinterfragt werden und der Kunde muss professionell beraten werden, denn dafür hat er schließlich eine Agentur. Allerdings ist es auch nicht ratsam, Kundenwünsche zu ignorieren. Wenn der Kunde das Icon unbedingt blau haben will, weil es ihm besser gefällt, dann wird er von der Agentur zwar beraten, dass eine andere Farbe besser wäre, doch wenn er es dann immer noch blau haben will, dann wird es eben blau. Der Kunde ist schließlich König. Wichtig ist nur, dass er weiß, wozu diese Änderung führen könnte.

2. Vermittlung zwischen Kunde und Team

Projektmanager bekommen das oft gnadenlose Kundenfeedback und müssen es gefiltert an die jeweiligen Personen/Abteilungen (Grafik, Entwicklung etc.) weitergeben. Wenn der Kunde also sagt „Das Bild ist scheisse, was habt ihr euch dabei gedacht?!“ dann muss der Projektmanager dieses Feedback schonend umformulieren um dann dem Grafiker zu sagen: „Gute Arbeit, aber der Kunde findet das Bild suboptimal für das Thema, lass uns mal in eine andere Richtung gehen“. Hier gilt es immer abzuwägen und auch mit den Teams zu sprechen um ihre Meinung und Erfahrung einzuholen, ob eine Kundenänderung auch wirklich Sinn macht. Denn wenn beispielsweise ein „Kaufen“-Button gemäß Kundenwunsch rot umgefärbt werden soll, dann liegt es am Projektmanager, dem Kunden beizubringen, dass dies keine gute Idee ist, weil in zahlreichen Studien und Tests belegt wurde, dass die Signalfarbe Rot nicht geeignet ist, um User zu einem Klick zu bringen.

3. Qualitätskontrolle in allen Bereichen

A Goal without a Plan is Just a WishDie Qualitätskontrolle ist deshalb schwierig, weil alle Bereiche kontrolliert und getestet werden müssen, bevor sie in der Verantwortung des Projektmanagers an den Kunden geschickt werden. Das bedeutet, man muss auch als Projektmanager noch einmal nachprüfen, ob die Daten wirklich druckbereit sind, ob die Website noch Bugs enthält oder die angebundene Datenbank richtig arbeitet. Daher sollte man sich als Projektmanager in allen Teilbereichen der Agentur auskennen – auch um von den Mitarbeitern ernst genommen zu werden. Denn ein Entwickler kann dir schließlich leicht erzählen, dass etwas technisch nicht umsetzbar ist, wenn du es selbst nicht besser weißt.

4. Kompromiss zwischen „Auftraggeber“ und „Kollege“

Als Projektmanager hat man es nicht leicht. Das Projektmanagement-Team ist immer das unbeliebteste. Denn schließlich kommen von den Projektmanagern die Arbeitsaufgaben sowie unliebsamen Änderungswünsche. Der Projektmanager ist das Bindeglied zwischen Kunde, Geschäftsführung und Team und muss es daher verstehen, mit allen Parteien gut klar zu kommen und die Bedürfnisse möglichst zu vereinen. Wenn man als Projektmanager unorganisiert, undankbar oder unwissend ist, hat man schnell verloren. Weil man vom Team nicht mehr ernst genommen wird. Man muss einen guten Mittelweg zwischen „Zuckerbrot und Peitsche“ finden und sich auf jeden Mitarbeiter individuell einstellen. Die einen mögen die Freiheit und selbstständiges Denken innerhalb eines Projektes, andere Mitarbeiter benötigen ein detailliertes Briefing und eine ganz genaue Anweisung, um einen Task abzuarbeiten.

5. Das Team motivieren und zusammenhalten

Als Projektmanager zu sagen: „Du hast Mist gebaut, darum arbeitest du an diesem Wochenende“ ist nicht schlau. Das Team muss stets aufgebaut und motiviert werden, um die Zusammenarbeit möglichst angenehm zu gestalten und das Projekt timinggerecht fertigzustellen. Auch wenn innerhalb der Teammitglieder Spannungen auftreten, ist es am Projektmanager die Wogen zu glätten, ein Machtwort zu sprechen oder das Team ggf. umzustrukturieren.

6. Tools finden und dynamische Prozesse definieren

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Tools wie Teamweek, Toggl oder Kanban sind wertvolle Helfer im Projektmanagement.

Auch die Projektkalkulation, Budgetierung sowie die Ressourcenplanung, Zeiterfassung und das Projektcontrolling zählen häufig zu den Aufgaben eines Projektmanagers. Um diese Tasks möglichst zeiteffizient zu lösen, gibt es verschiedenste Projektmanagement-Tools, die bei der Umsetzung helfen und im Optimalfall auch mehrere Dinge wie Ressourcenplanung, Zeiterfassung und Projektcontrolling automatisieren und miteinander vereinen. Zeiterfassung-Tools sind beispielsweise TimeRec, Freckle und Toggl. Tools zur Ressourcen- und Projektplanung sind zum Beispiel Trello, Kanban und Teamweek. Zudem gilt es dynamische Prozesse zusammen mit den jeweiligen Teams zu definieren. Ein Beispiel: Eine wichtige Website enthält einen großen Bug (=Fehler), aber es stehen keine freien Ressourcen zur Verfügung. Für solche Fälle muss ein Prozess definiert werden, der es erlaubt den Bug zu beheben ohne dass andere Projekte darunter leiden müssen.

9. Immer informiert sein

„Instagram hat ja nun neue Werbemethoden, was halten Sie davon? Sollten wir das nicht auch nutzen?“ – mit solchen und ähnlichen Fragen werden Projektmanager oft konfrontiert. Daher ist es wichtig, dass Projektmanager auf dem Laufenden sind, was ihre Branche betrifft, um valide Aussagen gegenüber dem Kunden geben zu können. Um immer schnell informiert zu sein, bieten sich RSS-Feed- oder Monitoring-Tools (z.B. Netvibes) sowie selbst angelegte Twitter Listen an, um die wichtigsten Neuigkeiten früh zu erfahren.

8. Mittelweg zwischen Kreativität & Controlling

Eine der größten Herausforderungen im Projektmanagement: die richtige Balance zwischen Kosten, Zeit und Qualität
Eine der größten Herausforderungen im Projektmanagement: die richtige Balance zwischen Kosten, Zeit und Qualität.

Man will den Kunden glücklich machen, ihn mit kreativen Social Media Postings und innovativen Kampagnen begeistern. Doch meistens ist nicht genug Zeit bzw. Budget da, um mit einem größeren Team stundenlang zu brainstormen und zwei gut bezahlte Konzepter an ein Social Media Posting zu setzen. Denn obwohl ein kreatives Posting ausdrücklich erwünscht ist, ist der Kunde oft nicht bereit unverhältnismäßig viel Geld für ein einfaches Facebook-Posting auszugeben. Daher muss man als Projektmanager einen guten Mittelweg finden, um den Kunden zufrieden zu stellen und guten Output zu liefern, aber dennoch nicht zu viel Arbeit in das Projekt zu stecken, so dass auch das Projektcontrolling zugunsten der Agentur ausfällt. Daher rührt auch das magische Dreieck aus Qualität, Kosten und Zeit.

9. Kreatives Real-Time Marketing bei komplexen Freigabeprozessen

Nur wenige Marken schaffen es, kreatives Echtzeit-Marketing zu betreiben, bei dem aktuelle Ereignisse von der Marke aufgegriffen werden. Das beste Beispiel für effizientes Real-time Marketing ist seit Jahren die Automobilverleihermarke Sixt. Auch andere Marken versuchen auf den Zug von Real-time Marketing aufzuspringen, was nicht immer klappt, wie man jüngst am Beispiel von Gilette oder Maybelline gesehen hat. Diese sendeten noch „Echtzeit“-Tweets für das Finale von Germanys next Topmodel aus, obwohl die Show bereits längst wegen einer Bombendrohung gestoppt und die Zuschauer evakuiert wurden. Die Fälle von Gillette und Maybelline zeigen, dass Real-time Marketing für die meisten Agenturen nicht umsetzbar ist, da die Social Media Postings von dem Unternehmen freigegeben werden müssen. Es muss ein Text geschrieben, ein Bild gesucht und ein Kontext zwischen dem aktuellen Ereignis und der Marke geschaffen werden. Das erfordert Zeit – ebenso wie die Freigabeprozesse. Schickt man als Agentur einen Post zur Freigabe, so kann es je nach Prozess sogar einige Tage dauern, bis das Posting freigegeben ist und gepostet werden kann. Gillette und Maybelline haben generische Posts vorgeschrieben und sich diese Tage vor dem Event freigeben lassen (so wird keine Gewinnerin beim Namen genannt etc.). Dann wurden die Posts eingestellt und vorgeplant. Spott gab’s natürlich sofort von den Twitter-Nutzern:

Die Moral von der Geschichte: Real-time Marketing sollte auch wirklich in Echtzeit stattfinden 😉

Ganzheitliches Projektmanagement im Agentur-Alltag

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Drei große Projekte auf einmal, zwei neue Pitches und Last-Minute-Änderungen vom Kunden – im Agentur-Alltag ist das normal. Die Herausforderung: zuverlässiges Projektmanagement um den Überblick zu behalten, Ressourcen effizient zu planen, Deadlines einzuhalten und die Kunden glücklich zu machen.

Aufgaben eines Projektmanagers in einer Agentur

Das Aufgabengebiet eines Projektmanagers gestaltet sich vielfältig und reicht oft von der Kundenkommunikation über die interne und externe Koordination bis hin zum Projektcontrolling. Je nach Agentur zählen auch Aufgaben wie Konzeption und Ressourcenplanung dazu sowie die Budgetierung und das Timing.

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Die Aufgaben eines Projektmanagers sind vielfältig: vom Kundenbriefing bis zur Umsetzung gibt es viel zu tun.

Hier die wichtigsten Aufgaben eines Projektmanagers in der Übersicht:

  • Kundenkommunikation
  • interne und externe Projekt-Kommunikation
  • Projektmanagement und -koordination
  • Kostenplanung / Budgetierung
  • Ressourcenplanung & Teamplanung
  • Briefing-Erstellung
  • Qualitätskontrolle
  • Zeitplanung / Timing
  • Abrechnung / Projektcontrolling
  • Konzeption
  • Mitarbeiter-Information & Motivation

 

Wie ist der Projektablauf in einer Agentur?

Natürlich läuft das Projektmanagement in allen Agenturen anders. Wie der Projektablauf ist, hat mit der Größe des Unternehmens zu tun und ist natürlich projekt- und kundenabhängig. Aber im Großen und Ganzen kann der Ablauf für den Projektmanager in Agenturen in folgende Schritte aufgegliedert werden:

  1. Kundenbriefing
  2. Rebriefing mit Kunde
  3. Team Zusammenstellung
  4. Kostenvoranschlag-Schätzung mit dem Team
  5. KV Erstellung
  6. Kick-off mit Team
  7. Ressourcenplanung
  8. Timing
  9. Aufgabenverteilung & Festlegung von Teilverantwortlichkeiten
  10. Briefing der Teams
  11. Setzen von Meilensteinen & Organisation von Catch-ups
  12. Qualitätskontrolle
  13. Projektcontrolling

 

Phase 1: Briefing & Kostenvoranschlag

In den meisten Fällen läuft es so: Ein Kunde schickt ein Briefing zu einem neuen Projekt, das er gerne umsetzen möchte. Darin sollten einige wichtige Punkte stehen, wie die Art des Projekts, Ziele des Projekts, Budget und Deadline. Da Kunden-Briefings fast nie vollständig sind, macht man als Projektmanager erst einmal ein Rebriefing mit dem Kunden (am besten telefonisch, um alle Fragen schnell zu klären und Absichten zu hinterfragen). Das Rebriefing dient auch dazu den Kunden erstmalig bezüglich des geplanten Projekts zu beraten und gemeinsam realistische Ziele festzulegen. Ist der Projektumfang klar, so kann es an die Konzeption für das Projekt sowie die Team-Zusammenstellung gehen. So wird einer der Konzepter gleich mal an die Mechanik des neuen Projekts gesetzt.

Der nächste Punkt ist der Kostenvoranschlag. Hier muss eine Schätzung erfolgen, wie viel Ressourcen das Projekt wohl in Anspruch nehmen wird. Will der Kunde beispielsweise eine Landingpage, so schätzt der Projektmanager den Aufwand mit dem zuständigen Entwickler, dem ausgewählten Designer und dem Konzepter, der sich bereits über die Mechanik Gedanken gemacht hat. Ist der KV fertig, so wird er zur Freigabe an den Kunden geschickt bevor weiter an dem Projekt gearbeitet wird.

Oft gibt es nach Zusendung des KVs noch Änderungswünsche, Budget-Änderungen oder Diskussionen. Hat man sich geeinigt und der KV ist unterschrieben, so kann es mit der eigentlichen Arbeit am Projekt losgehen. Dazu wird bei größeren Projekten erst einmal ein Kick-off-Meeting festgelegt, bei dem alle Teammitglieder anwesend sind.

Phase 2: Projektvorbereitung

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In der Projektvorbereitung werden die Rahmenbedingungen wie Budgetverteilung und Timing festgelegt und Aufgaben werden an Teilverantwortlichkeiten verteilt.

Im Kick-off wird das Projekt genauer erklärt, Ideen und Meinungen werden eingeholt und der Zeitrahmen wird grob abgesteckt. Die genauen Zeiten werden im nächsten Schritt, der Ressourcenplanung, festgelegt. Diese wird meistens mit einem webbasierten Tool wie Kanban, Teamweek oder Trello gemacht. Hier kann eine bestimmte Person für ein bestimmtes Projekt eine bestimmte Zeit lang für eine bestimmte Aufgabe gebucht werden. Neben der Ressourcenplanung wird auch gleich das Timing inklusive Meilensteinen erstellt. Das Timing enthält die verschiedenen Aufgaben mit jeweils einer Deadline sowie auch Kundenverantwortlichkeiten. So stehen im Timing beispielsweise auch Tasks wie „Freigabe Kunde“ oder „Testing Kunde“, so dass auch von dieser Seite das meist sehr knappe Timing nicht gefährdet wird.

Phase 3: Projektumsetzung

Nachdem alle Augaben verteilt und alle Verantwortlichkeiten festgelegt sind, kann es an die Umsetzung gehen. Dazu verfasst der Projektmanager Briefings für jedes Team bzw. jede Teilaufgabe. Wenn ein Teammitglied eine Aufgabe abgeschlossen hat, so geht die Information an den Projektmanager, der für die Qualitätskontrolle verantwortlich ist und die Information wiederum an den Kunden weitergeben kann.

Während das Projekt läuft, wird in Catch-up-Meetings und über Meilensteine überprüft, ob das Projekt noch im zeitlichen und budgetären Rahmen ist. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, wird wieder intern die Qualitätskontrolle vom Projektmanager durchgeführt bevor die Information an den Kunden geht. Meistens kommt dann noch Kundenfeedback, das eingearbeitet werden muss. Ist das Projekt abgeschlossen und final vom Kunden angenommen, so kann das Projektcontrolling gemacht werden. Dazu wir vom Projektmanager die geplante und die tatsächlich gebrauchte Zeit für das Projekt verglichen. Dies geht relativ einfach mit Zeiterfassung-Tools wie Toggl. So kann der Projektmanager feststellen, ob die Agentur mit dem Projekt Gewinn gemacht hat und diese Information an die Geschäftsführung weitergeben. Dann kann es mit dem nächsten Projekt weitergehen…

 

Mehr zum Thema Projektmanagement in Agenturen, gibt es auch im Artikel „9 Herausforderungen im Projektmanagement“ zu lesen.

10 Newsletter Tipps für erfolgreiches E-Mail Marketing

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Auch wenn Messenger Dienste wie Whatsapp es langsam aber sicher schaffen, das Medium SMS zu ersetzen, so wird es die E-Mail noch lange geben. Denn lau einer neuen Studie vom Munich Digital Insitute werden täglich 196 Milliarden E-Mails, aber nur 64 Milliarden Whatsapp Nachrichten versandt. Grund genug, sich dem Thema E-Mail Marketing ausführlicher zu widmen.

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Verglichen mit dem Messenger Dienst Whatsapp werden immer noch viel mehr E-Mails als Chatnachrichten versendet. Quelle: Munich Digital Institute

Den Newsletter gibt es schon lange, die meisten Menschen bekommen regelmäßig mehrere Newsletter per E-Mail zugesandt. Viele werden gar nicht erst geöffnet, direkt gelöscht, nur überflogen und im schlimmsten Fall meldet sich der Nutzer aktiv von dem Newsletter ab. Doch wenn man sich an einige Regeln hält und den Newsletter laufend optimiert, ist er ein sehr effektives Tool für die Marketingkommunikation bzw. den Vertrieb. Erschreckend ist, dass laut der Studie nur die Hälfte aller Unternehmen, die E-Mail Marketing betreiben, die ausgehenden E-Mails tracken und so Erfolgsparameter messen. Noch erschreckender: Nur 20 Prozent erfassen mehr als die reine Zustellung der E-Mail, also KPIs wie beispielsweise die Öffnungsrate oder die Conversionrate.

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Hier herrscht definitiv Nachholbedarf: Nur 20 Prozent tracken mehr als die Zustellung von Newslettern. Quelle: Munich Digital Institute

Hier herrscht also bei den Unternehmen dringender Nachholbedarf. Denn mittlerweile gibt es auch sehr umfassende Tools, die Schlüsselfunktionen wie die Newsletter-Anmeldung, die Kontaktdatenbank, die flexible Newsletter-Gestaltung mit Design-Vorlagen oder auf HTML Basis, der rechtssichere Versand und natürlich die Analytics-Funktionen, mit denen der Erfolg gemessen werden kann. So findet man schnell heraus, welche E-Mail-Adressen nicht mehr korrekt sind, man kann A/B Tests durchführen, um zu eruieren, welches Newsletter-Design oder welche Betreffzeile besser ankommt usw. Durch diese Erkenntnisse kann man den Newsletter laufend optimieren und so den Erfolg steigern. Das marktführende Newsletter Tool in Deutschland ist Mailchimp. Aber auch die Tools CleverReach, Rapidmail und CakeMail können sich durchaus sehen lassen. Damit der eigene Newsletter geöffnet, gelesen und geklickt wird, sollten einige Dinge beachtet werden, damit er in der täglichen E-Mail Flut nicht untergeht:

Tipp 1: Adressen sammeln

Für einen Newsletter braucht es Empfänger. Und zwar sollten das nicht nur so viele wie möglich sein, die Empfänger sollten auch relevant sein. Um neue Adressen zu generieren, sollte die Double Opt-In Newsletter-Anmeldung auf mehreren Kanälen stattfinden. So kann beispielsweise ein Hinweis in der E-Mail-Signatur stehen, ein Pop-up Fenster zur Newsletter-Anmeldung kann sich automatisch auf der Website oder dem Blog öffnen und die Newsletter-Anmeldung kann zur Pflicht bei Gewinnspielen und Aktionen gemacht werden.

Tipp 2: Datenbank pflegen

Genauso wichtig, wie das Sammeln der Adressen, ist die regelmäßige Pflege der Datenbank. Alte E-Mail-Adressen müssen gelöscht werden, neue Ansprechpartner müssen eruiert und hinzugefügt werden etc. um den Streuverlust gering und die Datenbank aktuell zu halten. Wichtig ist es auch, die Daten mit weiteren Informationen anzureichern, um den Newsletter ggf. nur an bestimmte Empfängergruppen zu senden. Hat man beispielsweise einen Onlineshop für Tierbedarf, so kann man die Newsletter-Abonnenten bei der Anmeldung nach dem eigenen Haustier fragen, so dass Angebote für Katzenstreu auch nur an die Abonnenten geschickt wird, die eine Katze zu Hause haben. Je mehr Daten es über die Empfänger gibt, desto besser lassen sich relevante Inhalte kreieren und desto besser lassen sich die Empfänger in Zielgruppen einteilen.

Tipp 3: Zertifizierter Versand

Um nicht direkt im Spamfilter zu landen, ist es ratsam, den Newsletter zertifiziert zu versenden. Einen zertifizierten Versand bieten die meisten Newsletter-Tools an, wenn sie Mitglied der Certified Senders Alliance (CSA) sind – der zentralen E-Mail Whitelist in Europa.

Tipp 4: Responsive Design

Immer mehr E-Mails werden auf mobilen Endgeräten geöffnet, daher ist es wichtig, dass der Newsletter für alle Geräte und Bildschirmauflösungen optimiert ist und außerdem ein ansprechendes Design erhält. Es sollten dabei kurze und knackige Texte und wenige Bilder verwendet werden. Um die Lesbarkeit wirklich auf jedem Gerät sicherzustellen, kann ebenfalls eine Onlineversion des Newsletters angeboten werden. Sollte ein Empfänger also eine falsche Newsletter-Darstellung sehen, so kann er den Newsletter in seinem Browser aufrufen.

Tipp 5: Aktivierende und personalisierte Betreffzeile

Um möglichst viele Newsletter-Empfänger dazu zu bringen, den Newsletter zu öffnen und zu lesen, sollte eine knackige Betreffzeile gewählt werden. Eine E-Mail mit dem Betreff „Onlineshop XY Newsletter März“ wird wohl kein Mensch öffnen. Aber eine E-Mail mit dem Betreff „20% Rabatt für Ihre Katze Cleo“ erzeugt Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt, weil die Betreffzeile den Inhalt und den Mehrwert des Newsletter anteasert und zudem noch personalisiert ist.

Tipp 6: Inhalte mit Mehrwert

Wie bereits oben erwähnt, sollte ein Newsletter immer einen Mehrwert mit sich bringen. So kann man beispielsweise Inhalte vom Blog Newsletter-Abonnenten schon vorab zur Verfügung stellen, man kann einen Artikel im Blog anteasern, den ganzen Artikel aber nur per Newsletter zur Verfügung stellen, man kann Rabatte gewähren, auf Aktionen und Gewinnspiele hinweisen uvm. Überlegen Sie also immer vom Standpunkt des Empfängers „Warum sollte ich diesen Newsletter abonnieren, was bringt mir das?“.

Tipp 7: Klare Call-to-Actions

Ein Newsletter sollte immer mit dem Blog, dem Onlineshop oder der Website verbunden sein. Ein Call-to-Action kann beispielsweise ein Deeplink zu einem bestimmten Produkt sein („Jetzt kaufen“), ein Link zu einem Download („Ebook downloaden“), ein Link auf einen Blogbeitrag („mehr lesen“) oder ein Link zur Facebookseite („Jetzt Fan werden“).

Tipp 8: Unsubscribe-Link

Falls ein Empfänger den Newsletter nicht mehr erhalten möchte, muss die Möglichkeit für ihn gegeben sein, sich wieder abzumelden. Dies wird meist am Ende des Newsletters im Footer durch einen Link realisiert. Klickt der User auf den Link, öffnet sich die Website des Unternehmens, er muss die Abmeldung bestätigen und ggf. einen Grund angeben, warum er den Newsletter nicht mehr erhalten möchte. Dies bringt auch Erkenntnisse für die Optimierung des Newsletters.

Tipp 9: Kontaktmöglichkeiten

Meistens kann man auf die Versand E-Mail-Adressen, von denen man den Newsletter erhalten hat, nicht antworten. Darum sollten immer Kontaktmöglichkeiten im Newsletter angegeben werden. Insbesondere dann, wenn es sich um einen B2B-Newsletter handelt, damit sich ein potenzieller Kunde direkt bei der richtigen Person melden kann.

Tipp 10: Performance messen

Was leider noch viel zu wenige Newsletter-Versender nutzen, sind die Analytics-Optionen. Haben den Newsletter alle empfangen? Sind einige E-Mail-Adressen nicht mehr gültig? Wie viele Empfänger haben den Newsletter geöffnet und wie viele haben auf einen Link geklickt? Haben sie nach dem Klick auch gekauft? Wie viel Umsatz konnte durch die Newsletter generiert werden? All diese Fragen gilt es zu beantworten, um den Newsletter laufend zu optimieren und Erfolge zu sichern.

Noch ein paar Fakten zum Newsletter.

Die TWT Interactive GmbH hat eine Slideshare-Präsentation zum Thema E-Mail Marketing 2013 veröffentlicht, die interessante Fakten aufzeigt. Beispielsweise werden Newsletter von Männern öfter auf mobilen Endgeräten geöffnet, Frauen klicken aber zu 10% häufiger auf Links. Und was passiert, wenn der Newsletter nicht gefällt? 70 Prozent löschen die E-Mail, nur 18 Prozent melden sich von dem Newsletter ab.